Schule und Gesundheit

„Gute Gesundheit unterstützt erfolgreiches Lernen.
Erfolgreiches Lernen unterstützt die Gesundheit.
Erziehung und Gesundheit sind untrennbar.“

Desmond O`Byrne (Leiter der Abteilung für Gesundheitsförderung, WHO/Genf).
Auszug aus dem Grundlagenpapier Grundlagenpapier "Schule & Gesundheit Hessen 2002 – 2011")

 

Liebe Eltern,

seit 2002 hat das Hessische Kultusministerium  das Arbeitsfeld  Schule & Gesundheit gegründet. Ziel ist es, dass eine Verbesserung der Bildungsqualität durch eine gesteigerte Gesundheitsqualität  an den Schulen in Hessen erreicht wird. Priorität haben solche Aktivitäten, die die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern sowie von Lehrerinnen und Lehrern gezielt, wirkungsvoll und nachhaltig fördern. (Amtsblatt: Grundlagenpapier Schule & Gesundheit Hessen 2002 – 2011) Aus sechs möglichen Themenfeldern (Ernährung, Bewegung, Sucht-u. Gewaltprävention, Umweltbildung, Verkehrserziehung, Lehrerinnengesundheit) hat sich das Kollegium der Diemeltalschule intensiv mit den Themen „Ernährungs- und Verbraucherbildung“, „Bewegung und Wahrnehmung“ und „Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung“ beschäftigt. Die Gesundheit unserer Schulkinder liegt uns am Herzen und so haben wir nach Möglichkeiten gesucht, diese Themen im Unterrichtsalltag zu etablieren und im Schulprogramm zu verankern.

Ernährungs- und Verbraucherbildung

Im Bereich „Ernährungs- und Verbraucherbildung“ sind diese Punkte für unser Schulleben wichtig. Wir möchten Sie bitten, uns tatkräftig bei der Umsetzung zu unterstützen.

Zahnärzte haben herausgefunden, dass Trinkflaschen mit schmalem Saugnippel/Fahrradgetränkeflaschen ungesund für die Zähne sind. Schiefe Zahnstellungen sind häufig das Resultat. Des Weiteren verleiten diese Flaschen Kinder zu einem „Dauernuckeln“.  Dieses Verhalten kombiniert mit süßen Getränken bewirkt, dass die Zähne der Kinder schneller angegriffen werden. Besser ist es, wenn Kinder ihre ungesüßten Getränke mit kräftigen Schlucken trinken. Dazu haben sie nach jeder Schulstunde Gelegenheit. Bitte füllen Sie das Getränk für ihr Kind in eine Flasche mit Schraubverschluss.

Bitte verzichten Sie auf „kleine Schnuckereien“ in der Brotdose oder im Schulranzen! Wir möchten nicht, dass Kinder am Vormittag regelmäßig Süßigkeiten essen. Obst sollte das Bedürfnis nach Süßem stillen. An Geburtstagen dürfen Kinder eine Süßigkeit spendieren.

Als ein fester Bestandteil unseres Schullebens hat sich in der Adventszeit das „Plätzchen backen mit Müttern“ etabliert.  Darüber freuen sich alle Schulkinder und Lehrerinnen. Dies soll auch weiterhin so sein! Es wäre schön, auch hier das Thema „Gesunde Ernährung“  einfließen zu lassen, indem - neben anderen Rezepten - ein Rezept mit Vollkornmehl ausgewählt wird.

Bitte geben Sie Ihrem Kind nur ungesüßte/wenig gesüßte Getränke mit in die Schule! Darunter verstehen wir Wasser, Saftschorle und Früchtetee. Coca-Cola/Mezzomix, Eistee oder andere zuckerhaltige Getränke sollen die Schulkinder am Vormittag  nicht trinken. In einigen Klassen steht ein Wasserkasten für die Schulkinder bereit, damit sie zwischendurch in den Pausen trinken können. Eltern organisieren dies in Eigenregie.Dies können Sie auf dem ersten Elternabend im neuen Schuljahr besprechen. Aus hygienischen Gründen möchten wir Sie darum bitten, dass jedes Schulkind seinen Becher täglich mit in die Schule bringt und am Ende des Schulvormittags wieder einsteckt.

Bewegung und Wahrnehmung

Im Bereich „Bewegung & Wahrnehmung“ sind diese Punkte für unser Schulleben wichtig. Wir möchten Sie bitten, uns tatkräftig bei der Umsetzung zu unterstützen.

In der Diemeltalschule wird gewandert!

An der Diemeltalschule finden jedes Jahr mind. drei Wandertage statt. Wandertage im tatsächlichen Sinne, - es wird gewandert. Wir wandern in die Ortsteile und verweilen auf den Spielplätzen. Entsprechend des Alters werden die Ziele ausgewählt. Im Laufe der vier Schuljahre hat jedes Schulkind mehrmals die umliegenden Dörfer erwandert. Darüber hinaus findet für die ganze Schulgemeinde jedes Jahr im Herbst eine Sternwanderung statt. Wenn das Wetter es zulässt, wandern im Frühsommer alle Schulkinder und Lehrerinnen in das Freibad nach Zwergen. Wichtig ist es, dass die Kinder für die Wanderungen mit entsprechend festen Schuhen, passender Kleidung, gut sitzenden Rucksäcken und gesundem Frühstück ausgestattet sind.

Der Schulweg – eine Bewegungszeit!

Wir Lehrerinnen empfehlen allen Schulkindern den Schulweg zu Fuß zurückzulegen. Während des Fußwegs haben die Kinder Zeit sich gedanklich auf die Schule und den Unterricht einzustellen, sie können sich mit Schulfreunden über Erlebnisse austauschen und bewegen sich an der frischen Luft. Dies sind gute Voraussetzungen für die anschließende Unterrichtsarbeit. Kinder, die einen langen Fußweg zu bewältigen haben, sollten Stück für Stück herangeführt werden, ihn selbst zu bewältigen. Dies könnte so sein, dass in der ersten Zeit Eltern Kinder in die Schule begleiten, - am besten zu Fuß. Im nächsten Schritt holen/bringen Eltern die Kinder nur die Hälfte der Strecke, usw. Individuelle Lösungen, - je nach Wohnlage -  sind sicherlich nötig. Ziel sollte es sein, dass jedes Kind jeden Tag zweimal zu Fuß unterwegs ist und das Abholen mit dem Auto an der Schule die Ausnahme ist. Ebenso wichtig ist es, dass jedes Schulkind seinen Schulranzen und die Sporttasche allein trägt. Nicht benötigte Schulsachen, darf das Kind in der Schule lassen.

Alle Lehrerinnen sorgen für vielfältige Bewegungszeiten am Vormittag!

Auflockerungs- und Entspannungszeiten, sowie Bewegungsspiele sind Elemente unseres Unterrichtsvormittages. Innerhalb der Unterrichtsabschnitte integrieren die Lehrerinnen je nach Situation Bewegungsspiele, Entspannungsübungen oder eine Sausepause auf dem Schulhof. Neben der Schulhofpause (9.50 Uhr bis 10.10 Uhr) findet außerdem  täglich gegen 11.00 Uhr (Anfang der 4. Stunde) eine kurze Bewegungszeit statt. 

Eltern sorgen dafür, dass ihr Kind schwimmen lernt, - die Schule trainiert weiter!

Ab dem dritten Schuljahr wird vierzehntägig eine Doppelstunde Schwimmunterricht erteilt. Dazu fahren die Kinder ins Schwimmbad nach Hofgeismar. Um mit Freude und erfolgreich am Schwimmunterricht teilnehmen zu können, ist es wichtig, dass Ihr Kind im dritten Schuljahr bereits schwimmen kann und das Abzeichen „Seepferdchen“ erhalten hat. Bitte besuchen Sie vor dem Schuleintritt oder während des 1. und 2. Schuljahres einen Schwimmkurs mit Ihrem Kind. Im Rahmen des Schwimmunterrichts trainiert Ihr Kind für weitere Abzeichen oder für die Teilnahme an einem regionalen Schwimmwettkampf. 

Alle Lehrerinnen beobachten das Bewegungsverhalten der Schulkinder und informieren Eltern über Fördermöglichkeiten!

Im Sportunterricht, bei besonderen sportlichen Aktivitäten, während der Schulhofpause, des Unterrichts und der täglichen Bewegungszeit beobachten Lehrerinnen die Schulkinder und geben Anregungen, damit Kinder ihr Bewegungsverhalten verbessern können. In besonderen Fällen informieren Sie  Eltern, über weitere Trainingsmöglichkeiten für ihr Kind, um evtl. kleine Defizite aufarbeiten zu können oder um ein Talent besonders zu fördern. 

 

Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung

Im Bereich „Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung“ sind diese Punkte für unser Schulleben wichtig. Wir möchten Sie bitten, uns tatkräftig bei der Umsetzung zu unterstützen.

Alle Kinder der Diemeltalschule sollen den Schulweg als Fußgänger sicher bewältigen.

Im ersten Schuljahr wird mit den Kindern besprochen, welchen Schulweg sie zu Fuß zurücklegen. Dies kann der Weg zur Bushaltestelle sein oder der Weg zur Schule in Liebenau. Des Weiteren wird das Überqueren einer Straße mit und ohne Zebrastreifen oder Ampel in der Schule besprochen und auf Gefahren hingewiesen. Die Klassenlehrerin und auch außerschulische Kooperationspartner (Polizeibeamte, ADACUS) unterstützen dies mit einem Training auf dem Schulgelände und im Realverkehr. Vor Schuleintritt bitten wir Sie, liebe Eltern, den Schulweg mit Ihren Kindern zu trainieren. Bitte nutzen Sie die Sommerferien und die ersten Schulwochen dafür. Sprechen Sie sich mit anderen Eltern ab und ermutigen Sie die Kinder, sich zu treffen und in Gruppen in die Schule zu gehen. Ziel sollte es sein, dass die  Kinder nach einigen Wochen den Schulweg allein und selbstständig bewältigen. Alle Schulanfänger erhalten vom ADAC Mützen und auch Sicherheitswesten. Ermutigen Sie Ihr Kind diese in den Herbst- und Wintermonaten auf seinem Schulweg zu tragen.

Das richtige Verhalten an der Bushaltestelle und im Bus wird mit den Kindern besprochen.

Viele Schulkinder kommen täglich mit dem Bus in die Schule. In jedem Schuljahr besprechen die Klassenlehrerinnen wichtige Regeln, die das richtige Verhalten an der Bushaltestelle und im Bus beschreiben. Dabei nehmen die Lehrerinnen Bezug auf die Bushaltestellen in den einzelnen Ortschaften, auf mögliche Gefahren dort vor Ort und besprechen mit den Kindern die Wichtigkeit, während der Busfahrt auf dem Platz sitzen zu bleiben. Im ersten Schuljahr besuchen alle Schulkinder die Busschule (außerschulischer Kooperationspartner). Dieses Training (Theorie und Praxis) verdeutlicht sehr eindrücklich die Wichtigkeit der besprochenen Regeln. Es ist außerdem sehr wichtig, dass sich die Schulkinder freundlich und respektvoll den Busfahrern und allen anderen Fahrgästen gegenüber verhalten. Bitte sprechen Sie auch zu Hause über das richtige Verhalten im Bus und an der Bushaltestelle. 

Alle Kinder absolvieren ein motorisches Radfahrtraining und erwerben den Fahrradführerschein.

Im zweiten Schuljahr findet im Rahmen des Sachunterrichts ein motorisches Radfahrtraining auf dem Schulhof statt. Die Kinder zeigen, wie sicher und geschickt sie mit dem Fahrrad fahren können. Es ist sinnvoll, dass Ihr Kind bis zu diesem Zeitpunkt Fahrrad fahren kann und bitten Sie als Eltern, dies Ihrem Kind zu lernen. Im vierten Schuljahr erarbeiten sich alle Schulkinder den Fahrradführerschein. Dafür wird im Sachunterricht intensiv gearbeitet. Anschließend fahren die Kinder auf den Sensenstein und trainieren dort im Verkehrsgarten mit der Verkehrspolizei. Die Fahrradprüfung findet zum Schluss im Realverkehr in Liebenau statt. Voraussetzung für eine erfolgreiche Prüfung ist ein verkehrssicheres Fahrrad und das Tragen eines Fahrradhelms. Wir bitten Sie als Eltern, auch zukünftig darauf zu achten. Kinder, die noch nicht den Fahrradführerschein erhalten haben, fahren auf dem Fußweg und steigen zum Überqueren von Straßen vom Rad ab. Bitte besprechen Sie dies mit Ihrem Kind.

Der Schulweg ist eine wichtige Bewegungszeit für Schulkinder.

Kinder brauchen Bewegung! Den Schulweg bzw. den Weg zur Bushaltestelle zu Fuß zurückzulegen, bietet den Kindern eine tägliche Bewegungszeit. Darüber hinaus ist dies eine Zeit, die die Kinder ganz allein für sich haben. Sie treffen Schulfreunde und können sich austauschen. Die Kinder werden munter, haben Zeit, sich gedanklich auf Schule einzustellen und  gewinnen auf dem Heimweg Abstand, bzw. verarbeiten Erlebnisse. Täglich üben sie, sich im Verkehr zurechtzufinden, weil sie selbstständig unterwegs sind. Sie lernen ihren Ort und ihre Umgebung besser kennen und entdecken den Schulweg als Erlebnisweg. Aus diesen Gründen bitten wir Sie, Ihr Kind den Schulweg zu Fuß gehen zu lassen. Falls Ihr Kind einen sehr langen Schulweg zu bewältigen hat, so sollte es dem Alter entsprechend einen Teil der Strecke zurücklegen. Eltern, die jenseits der Bahnlinie in Liebenau wohnen, bitten wir, ihr Kind lediglich zur Bushaltestelle Ostheimer Straße zu bringen bzw. dort abzuholen. Bis ins vierte Schuljahr kann dieser Fußweg sicherlich noch erweitert werden. Sinnvoll ist es, wenn die Kinder in Gruppen laufen. Dies können Sie untereinander abstimmen. Die Lehrerinnen werden gerne die Laufkinder in Gruppen auf den Heimweg schicken.

Wie verhalte ich mich gegenüber fremden Menschen?

Es ist möglich, dass Kinder von fremden Fußgängern oder Autofahrern angesprochen werden. In der Schule gehen wir altersentsprechend behutsam mit dem Thema um und besprechen mit den Kindern, wie sie solche Situationen bewältigen können. Wird Ihr Kind von einer uns fremden Person abgeholt, so ist es wichtig, dass wir darüber informiert werden. Wir bitten um Verständnis, wenn wir uns bei Ihnen rückversichern.

Mobilitätsbildung in der Diemeltalschule

Im Laufe der Grundschulzeit erkunden die Kinder auf vielfältige Weise ihre unmittelbare und nähere Umgebung. Unterrichtsgänge und Wandertage in die umliegenden Stadtteile werden immer zu Fuß zurückgelegt. Der Bus wird ebenfalls häufig benutzt. Die Kinder fahren zum Schwimmunterricht, zu Wettkämpfen und unternehmen Ausflüge. Eine Fahrt mit der Bahn ist ebenfalls in der Grundschulzeit vorgesehen. Mit dem Erwerb des Fahrradführerscheins im vierten Schuljahr stellt das Fahrrad ein Fortbewegungsmittel dar, das den Kindern eine hohe Selbstständigkeit ermöglicht. Im Unterricht werden über Vor- und Nachteile verschiedener Verkehrsmittel gesprochen und welche Auswirkung das hohe Verkehrsaufkommen auf unsere Umwelt hat. Wir möchten den Kindern der Diemeltalschule die Kompetenz vermitteln, überlegt und nach Bedarf ein Verkehrsmittel zu wählen. Wir bitten Sie, auch zu diesem Thema mit Ihren Kindern ins Gespräch zu kommen.